Die QS-RL Röntgendiagnostik fordert in Abschnitt 3.19 eine jährliche Prüfung aller verwendeten Bildempfänger auf Artefaktfreiheit und Gleichförmigkeit. Für Film-Folien- und Speicherfolien-Systeme bestehen dafür etablierte Verfahren – für Flachdetektoren und Bildverstärker fehlten bislang einheitliche Durchführungsbestimmungen, sodass eine Lücke zwischen regulatorischer Anforderung und verfügbarem Prüfverfahren klaffte.
Die geprüfte und überarbeitete ZVEI-Information Nr. 12 (Juli 2026) schließt diese Lücke mit Hersteller- und systemübergreifenden Vorgehensweisen und liefert konkrete Durchführungshinweise für alle Bildempfängertypen sowie für Zahnmedizin und Mammographie – CT und Knochendichte ausgenommen. Damit kann die QS-RL künftig auf eine konsistente Grundlage verweisen und eine bundesweit einheitliche, nachvollziehbare Prüfpraxis ermöglichen.
Im Ergebnis werden für Speicherfolien- und Film-Folien-Systeme eigene Vorgehensweisen zur Artefakt- und Homogenitätsprüfung beschrieben. Für Bildverstärker und Flachdetektoren wird hingegen auf die bereits bestehende Prüfung im Rahmen der Konstanzprüfung nach DIN 6868-4 (Abschnitt 5.6) verwiesen – eine darüber hinausgehende Prüfung ist nicht erforderlich.
