Studium

Inhaltsverzeichnis

Die Ausbildung des Medizinphysikers beginnt mit dem Studium der Medizinischen Physik. Die Regelstudienzeit beträgt 10 Semester, üblicherweise bestehend aus 6 Bachelor-Semester und 4 Master-Semester. Da der Studiengang Medizinische Physik noch sehr jung ist, können zurzeit nur die wenigsten Medizinphysik-Experten (MPE) ein solches Studium nachweisen. Die Mehrzahl der heutigen MPEs haben ein normales Physikstudium absolviert. Einige wenige haben auch Medizintechnik studiert.

Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für dieses Studium sind vor allem ein hohes Interesse an der Mathematik und der Physik. Der medizinische Anteil an den Studienmodulen beläuft sich auf ein Minimum. Wer das Ziel verfolgt nach gewisser Zeit in den Studiengang Medizin zu wechseln, ist fehl am Platz. Die wenigen Kurse lassen sich weder anrechnen, noch haben Sie den Umfang üblicher Medizinvorlesungen. Optimaler Weise waren die Kurse Mathe und Physik die gewählten Leistungsfächer im Abitur. Mit etwas mehr Zeitaufwand und Engagement, insbesondere in den ersten beiden Semestern, kann der Rückstand aber auch problemlos aufgeholt werden. Die meisten Universitäten bieten sogenannte Vorkurse an, die äußerst empfehlenswert sind. Ziel dieser Kurse ist es, alle Studenten auf den gleichen mathematischen Kenntnisstand zu bringen. Physikalische Grundlagen werden nicht wiederholt. Wer in dieser Hinsicht Nachholbedarf hat, ist mit der gängigen Fachliteratur gut beraten:

Universitäten

Der Studiengang „Medizinische Physik“ wird mittlerweile von einer Vielzahl von Universitäten angeboten, sodass das Studium je nach Universität unterschiedlich aufgebaut ist. Neben den Präsenzstudiengängen wurden auch einige englischsprachige Masterstudiengänge, Fernstudiengänge und berufsbegleitende Studiengänge akkreditiert. Eine Liste der Universitäten und Studiengänge ist nachfolgend zu sehen.

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Studiengänge im Bereich der Medizinischen Physik

Modulübersicht

Bachelorstudiengang

Die nachfolgende Liste soll einen kleinen Einblick in den vermittelten Grundstoff des Bachelorstudiengangs liefern. Die Liste entspricht einer Zusammenfassung der Module, die auf den Seiten der Bachelorstudiengänge der Universitäten zu finden sind.

Lineare Algebra, Analysis, Integration, Komplexe Zahlen, Folgen und Reihen, Stetigkeit, Differentialgleichungen, Numerik, Fourieranalyse

Mechanik, Wärmelehre, Elektro- und Magnetostatik, Elektrodynamik, Optik, Transportphänomene, Quanten und Atomphysik, Kern- und Elementarteilchenphysik, Festkörperphysik, Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie, Quantenmechanik, Störungstheorie, Astrophysik

Datenverarbeitung, Regression, Verteilungen, Konfidenzintervalle, Hypothesen

Physik in der Medizin, Physik des Körpers, Strahlungsphysik, Diagnostische und Therapeutische Methoden, Strahlenschutz, Dosimetrie, Messtechnik, Tunneleffekt

Anatomie: Skelett, Muskeln, Organe, Nervensystem
Physiologie: Nerven, Nervensystem, Herz, Kreislauf, Gastransport, Energiehaushalt, Niere
Biochemie: DNA, Zelle, Proteine, Enzyme, Moleküle, Membranen, Kohlenhydrate, Fette, Aminosäuren
Weitere Medizinische Fächer: Arbeitsmedizin, Genetik, Hygiene, Umweltmedizin, Klinische Propädeutik, Klinische Chemie, Mikrobiologie, Pathologie, PharmakologieRechtsgrundlagen in der Medizinphysik

Chemie, Informatik, Rechtsgrundlage in der Medizinphysik
Experimentalphysikalische Praktika
Klinisch-medizinische Praktika

Ort Universität Studiengang Anmerkung
Aachen
Fachhochschule Aachen
Berlin
Beuth Hochschule für Technik
Berlin, Coburg
IB-Hochburg
Berufsbegleitend für MTRA
Dortmund
TU Dortmund
Dortmund, Bochum
TU Dortmund, Ruhr Universität Bochum
Dresden

Berufsakademie Sachsen / Dresden

Integrierte MTRA-Ausbildung

Dresden
TU Dresden
Inkl. Erwerb der Fachkunde MPE
Düsseldorf
Heinrich-Heine-Universität
Erlangen
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Freiburg
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Internationaler Studiengang
Freiburg, Furtwangen
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Hochschule Furtwangen
Berufsbegleitender Online-Weiterbildungsstudiengang
Freiburg
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Berufsbegleitender Online-Weiterbildungskurs
Gießen
Technische Hochschule Mittelhessen
Halle
Martin-Luther-Universität
Hamm
Hochschule Hamm-Lippstadt
Inkl. Fachkunde-Erwerb bei Teilzeitvariante möglich
Heidelberg
Ruprecht-Karls-Universität
Berufsbegleitende Weiterbildung
Ilmenau
TU Ilmenau
Kaiserslautern
TU Kaiserslautern
Berufsbegleitender Fernstudiengang
Kaiserslautern
TU Kaiserslautern
Berufsbegleitender Fernstudiengang
Karlsruhe
Duale Hochschule Baden-Württemberg
Dualer Studiengang
Koblenz
Hochschule Koblenz, RheinAhrCampus Remagen
Koblenz
Hochschule Koblenz und Universität Koblenz-Landau
Lübeck
Universität zu Lübeck / Technischen Hochschule Lübeck
Internationaler Studiengang
Lübeck
Universität zu Lübeck
Inkl. Fachkunde-Richtlinie Technik (Isotopenlabore, Beschleunigeranlagen usw.)
Mannheim
Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg
Internationaler Studiengang
Mannheim
Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg
Internationaler Studiengang
München
Ludwig-Maximilians-Universität
Oldenburg
Carl von Ossietzky Universität

B. Sc. Engineering Physics,
M. Sc. Engineering Physics

Internationaler Studiengang
Regensburg
Universität Regensburg
Saarbrücken
HTW des Saarlandes
Tübingen
Eberhard Karls Universität
Inkl. Erwerb der Fachkunde MPE
Wien
Medizinische Universität Wien

Masterstudiengang

Das anschließende Master-Studium ist Pflicht für jeden Medizinphysiker. Hier gilt dasselbe wie in den meisten naturwissenschaftlichen Fächern: Beruflicher Erfolg nur mit einem Bachelor-Abschluss sind die Ausnahme. Sofern eine Tätigkeit als Medizinphysik-Experte in der Klinik angestrebt wird, ist die Person seit Inkrafttreten des neuen Strahlenschutzgesetzes (31.12.2018) klar definiert. In § 5 Begriffsbestimmungen (24) StrSchG heißt es:

„Medizinphysik-Experte: Person mit Master-Abschluss in Medizinischer Physik oder eine in medizinischer Physik gleichwertig ausgebildete Person mit Hochschulabschluss, die jeweils die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz besitzt.“

Diese Definition schließt den Medizinphysik-Experte mit einem reinen Bachelor-Abschluss jedoch nicht eindeutig aus. Im Master-Studiengang obliegt es dem Studenten, in welche Richtung er sich weiterbilden möchte. Die folgenden Module im Master-Studiengang sind üblicherweise vertreten. Das Angebot variiert, die tatsächlichen Module findet ihr mit weiteren Details in den Modulhandbüchern der Universitäten:

Die gewählten Schwerpunkte geben die Richtung vor und verkleinern die Anzahl möglicher Tätigkeitsbranchen. Natürlich ist die Wahl nicht der endgültig entscheidende Faktor, spielt aber mit Sicherheit eine große Rolle. Die eigenen Interessen sollten einerseits abgedeckt werden, andererseits ist auch eine vorherige Marktsondierung sinnvoll. Womit lande ich mit meinen Schwerpunkten? Haben die gewählten Schwerpunkte eine Zukunft? Welche Stellenanzeigen finde ich im Internet auf diesem Schwerpunktgebiet?

Masterstudium + Sachkunde-Erwerb

Es gibt eine Studiengangform, die aktuell heraussticht. Bedingt durch den Mangel an Ausbildungsstellen für Medizinphysik-Experten steigt bei Studierenden die Beliebtheit des Studiengangs „Medical Radiation Sciences (M.Sc.)“, der in Tübingen und Dresden angeboten wird, sowie des Studiengangs „Angewandte Biomedizintechnik“ der Hochschule Hamm-Lippstadt. In diesen Modellen ist der Sach- und Fachkunde-Erwerb in das Studium integriert.

Mit dem Abschluss können sich Absolventen auf Stellenausschreibungen für ausgebildete Medizinphysik-Experten bewerben und umgehen damit die Suche nach seltenen Ausbildungsstellen. Kurz gesagt: Schneller fertig, bessere Berufsaussichten, höheres Einstiegsgehalt. Doch wo ist der Haken?

In Hamm schließt sich konform zu den Regeln der Bologna-Reform dem 7-semestrigen Bachelor „Biomedizinische Technologie“ der 3-semestrige Master „Angewandte Biomedizintechnik“ an, in dem, sofern er in Teilzeit absolviert wird, die Sachkunde für alle großen Bereiche (Strahlentherapie, Nuklearmedizin und Röntgendiagnostik) erworben werden kann.

Im Masterstudiengang kann zwischen den beiden Studienschwerpunkten Bio-Mikrosystemtechnik und Biomedizinische Physik gewählt werden. Um der hohen Diversität unserer Studierenden Rechnung zu tragen, können alle Studiengänge der Hochschule Hamm-Lippstadt in Voll- oder Teilzeit studiert werden, was im Fall der Masterstudiengänge mit einer Verlängerung der Regelstudienzeit von drei auf sechs Semester verbunden ist. Von der Möglichkeit der Teilzeitvariante wird zu einem nennenswerten Prozentsatz insbesondere im Studienschwerpunkt Biomedizinische Physik Gebrauch gemacht, es handelt sich aber nicht um einen dualen Studiengang. Auf diese Weise werden die gleichen wissenschaftlich-theoretischen Kenntnisse erworben wie im Vollzeitstudium, aber verteilt auf einen längeren Zeitraum.

Durch eine kompakte Stundenplanung erlaubt die Teilzeitvariante des Studiums darüber hinaus einen kontinuierlichen Erwerb von Sachkundezeiten, ebenfalls in Teilzeit. Selbstverständlich verlängert sich dadurch auch die Zeit, die für den Erwerb der geforderten Vollzeitäquivalente des jeweiligen Anerkennungsgebietes notwendig ist. Da der Erwerb der Sachkundezeiten kein curricularer Bestandteil des Masterstudiums ist, sind diese Zeiten individuell sehr unterschiedlich und von der Beendigung des Masterstudiums entkoppelt.

Letztendlich wird die theoretische Ausbildung also nicht zugunsten der Praxisanteile verringert, sondern es kommt lediglich zu einer zeitlichen Verschränkung dieser beiden Ausbildungsaspekte, ohne dass daraus ein zeitlicher Vorteil gegenüber der konsekutiven  Variante entstehen würde.

(Prof. Dr.-Ing. Florian Berndt, Studiengangsleiter für Angewandte Biomedizintechnik, Hochschule Hamm-Lippstadt)

Beim Dresdener Modell muss beim Sachkunde-Erwerb zwischen Strahlentherapie+Nuklearmedizin oder Strahlentherapie+Röntgendiagnostik gewählt werden. Während in Hamm für die gesamte Studiendauer inkl. Sachkunde-Erwerb (Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Röntgendiagnostik) 6 Semester erforderlich sind, beträgt die Studiendauer in Dresden für den Sachkunde-Erwerb für zwei Tätigkeitsbereiche, von denen eine die Strahlentherapie sein muss, 4 Semester.
 

„Das Besondere am Dresdner Studiengang „Medical Radiation Sciences“ ist, dass der Fachkunde-Erwerb sehr eng mit dem Curriculum des Masterstudienganges verknüpft ist. Das bedeutet, dass die Studierenden bestimmte Leistungen, wie z.B. die vollständig nach neuer MPE-Richtlinie genehmigten Strahlenschutz-Kurse oder die umfangreichen Klinik-Praktika einmal absolvieren, Sie aber sowohl Teil des Masterstudiums als auch Teil des Fach- bzw. Sachkunde-Erwerbs sind und damit gleichzeitig für beide Komponenten angerechnet werden. Nur durch diese Verschränkung ist es möglich, innerhalb von zwei Jahren sowohl den Masterabschluss als auch die Fachkunde in zwei von drei Anwendungsgebieten zu erhalten.

Eine exakte Zeitberechnung, die auch Teil der behördlichen Anerkennung des Fachkunde-Erwerbs war, zeigt, dass die im Curriculum enthalten Klinikpraktika ca. 75% der erforderlichen Sachkunde-Zeit abdecken. Die anderen 25% sind durch die Studierenden zusätzlich aufzubringen – die Studierenden sind schließlich außerhalb der Vorlesungsblöcke und in den vorlesungsfreien Zeiten 8h pro Tag in der Klinik.  Und das ist eine weitere wichtige Botschaft: Das Dresdner Modell ist alles andere als ein „Standard-Studium“, bei dem man nebenbei noch Zeit zum Arbeiten oder viele Freizeitaktivitäten hat. Es sind zwei wirklich harte Jahre, bei denen nur die Abende und Wochenenden zur Vor- und Nachbereitung der Vorlesungen und Übungen zur Verfügung stehen. Dessen sollte sich jeder bewusst sein, der sich für einen der zwölf Studienplätze pro Jahrgang bewirbt.

Weiterhin möchte ich betonen, dass die Entscheidung zur Ausstellung eines Sachkunde-Zeugnisses in der Verantwortung des ausbildenden MPEs liegt. Die Absolvierung des zeitlichen Umfangs des Sachkunde-Erwerbs ist dabei nur eine Komponente. Bei uns ist der Sachkunde-Erwerb hochgradig strukturiert und die Studierenden müssen die in der neuen MPE-Richtlinie aufgelisteten Tätigkeiten in entsprechendem Umfang und ebenso in ausreichender Qualität erfüllen. So ist es kein Automatismus, dass jeder Studierende auch ein Sachkunde-Zeugnis ausgestellt bekommt, wenn er nur lang genug da war. Im Anwendungsgebiet Strahlentherapie führen wir zusätzlich am Ende der Sachkunde-Zeit mit den Studierenden ein Sachkunde-Gespräch, in dem wir die Tiefe und Breite des Sachkunde-Wissens nochmal möglichst objektiv bestimmen. Insgesamt legen unsere kompetenten und erfahrenen MPE, die für die Sachkunde-Ausbildung in Strahlentherapie, Nuklearmedizin und Radiologie verantwortlich sind, sehr hohen Wert auf die Qualität und Effizienz des Sachkunde-Erwerbs – das ist auch notwendig, um die sehr hohen Anforderungen der neuen MPE-Richtlinie zu erfüllen. Nach umfangreicher Prüfung hat die zuständige Landesbehörde vor kurzem die Fachkunde-Ausstellung für die Anwendungsgebiete Strahlentherapie und Nuklearmedizin an die Universität übertragen – die Behörde hat damit anerkannt, dass der Fachkunde-Erwerb in Verbindung mit unserem Masterstudiengang die Anforderungen der neuen MPE-Richtlinie vollumfänglich erfüllt.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass wir sehr viel positives Feedback von Absolventen des Studienganges aber auch von den ersten Arbeitgebern unserer Absolvent*innen erhalten – unabhängig davon, ob dies große Universitätsklinika oder kleine Praxen sind. Bei der im Rahmen der Studiengangs-Akkreditierung im Jahr 2020 von unabhängiger Stelle durchgeführten Alumnibefragung beantworten 95% der ehemaligen Studierenden die Frage, ob sie sich aus heutiger Sicht wieder für den Studiengang entscheiden würden, mit Ja.“

(Prof. Dr. Christian Richter, Professor für Medical Radiation Physics, TU Dresden)

Kritischer steht die Arbeitsgemeinschaft Physik und Technik (APT) diesen Modellen gegenüber. Wir haben uns die Meinung von Herrn Dr. Georg Stamm zu diesen Modellen eingeholt. Herr Dr. Stamm ist an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) als Medizinphysik-Experte für das gesamte Klinikum und als Ausbilder tätig. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und hohen Expertise im Bereich Röntgendiagnostik tritt Herr Dr. Stamm regelmäßig als Referent auf Tagungen und Fortbildungen für MPE auf. Darüber hinaus ist Herr Dr. Stamm Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Physik und Technik (APT), einer AG der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG).

„Den Erwerb der Sachkunde während des Masterstudiums wird von uns (APT) sehr kritisch gesehen. Im Masterstudium sollen die theoretischen Kenntnisse der Medizinphysik vermittelt werden. Im Rahmen der Sachkunde sollen dagegen die praktischen klinischen Erfahrungen gesammelt werden. Es ist deshalb nicht nachzuvollziehen, wie der 24-monatige Sach- und Fachkundeerwerb, der laut Richtlinienmodul bei arbeitstäglicher Vollzeitbeschäftigung in einer qualifizierten Einrichtung zu erfolgen hat, in ein Masterstudium über 4 Semester integriert werden soll, ohne dass sich in beiden Bereichen – Studium (Theorie) und Praxis (Sachkunde) – erhebliche Lücken und Defizite auftun.

Gemäß des Richtlinienmoduls zur StrlSchV „Erforderliche Fachkunden im Strahlenschutz für Medizinphysik-Experten (MPE)“ – Anforderungen an den Erwerb – „Kann das Masterstudium auch begleitend zur Sachkundezeit absolviert werden.“ Zur Sachkundedauer für den Erwerb der erforderlichen Fachkunde wird darauf verwiesen, dass „sich die genannten Sachkundezeiten auf eine arbeitstägliche Vollzeitbeschäftigung beziehen und bei Teilzeitbeschäftigungen entsprechend anzupassen sind.“ Wie dies im Rahmen des begleitenden Studiums erfüllt werden kann bzw. welcher Teilzeitprozentsatz dann anzusetzen wäre ist aus meiner Sicht schwer abzuschätzen.

Die APT hatte sich bei der Diskussion zum Richtlinienmodul gegen diese Formulierung ausgesprochen. Die teilweise Anrechnung von Sachkundezeiten (3 bis max. 6 Monate), die z.B. in der vorlesungsfreien Zeit erbracht werden, wäre sicherlich möglich, jedoch kein kompletter Sachkundeerwerb während des Studiums. Dies gilt insbesondere, wenn man bedenkt, dass dann ein Absolvent der Master-Studiengänge sofort die volle Verantwortung in der Strahlentherapie, Nuklearmedizin und Röntgendiagnostik ggf. auch als Strahlenschutzbeauftragter übernehmen soll/muss.

Schneller fertig und ein höheres Gehalt gleichen diese Defizite nicht aus und sollten hinsichtlich dieser Praxis eher zu starken Bedenken bei den Absolventen führen.“

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