In der Brachytherapie werden im Gegensatz zur perkutanen Strahlentherapie (Teletherapie) kleine radioaktive Quellen in die Nähe des Tumors gebracht. Die Quellenapplikation kann entweder …

  • … interstitiell, durch Implantation umschlossener Strahler oder unter Verwendung von Hohlnadeln direkt in das Tumorbett (z. B. in Form einer Prostataspickung),
  • … intrakavitär, durch Einführen umschlossener Strahler unter Verwendung starrer Applikatoren (z. B. Edelstahl, Plexiglas) in natürliche Körperöffnungen oder präformierte Körperhöhlen (z. B. in die Gebärmutter),
  • … intraluminal, durch Einführen umschlossener Strahler unter Verwendung flexibler Plastikelemente (ggf. dilatierbar zur Distanzierung) durch eine künstliche Öffnung in ein natürliches Hohlorgan oder eine präformierte Körperhöhle (z.B. in den Ösophagus, die Trachea oder den Bronchus),
  • … intravaskulär (endovasal), innerhalb eines Blutgefäßes
  • … oder über die Kontakttherapie durch das Auflegen von speziellen Applikatoren/Flabs/Moulagen auf die innere oder äußere Körperoberfläche, z.B. auf das Auge, wie in der okularen Brachytherapie oder auf die Haut,

erfolgen. Weiter wird je nach Dosisleistung des verwendeten Nuklids gemäß DIN 6814-8 unterschieden. High-Dose-Rate Nuklide (> 12 Gy/h) werden beim Afterloading verwendet, Low-Dose-Rate Nuklide (< 2 Gy/h) bei der (dauerhaften) Seed-Implantation.

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