Therapiesimulator

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Ein Therapiesimulator dient zur Simulation der Bestrahlung eines Patienten. Analog zu einem Therapie-Beschleuniger besitzt der Simulator eine drehbare Gantry, die um den Patiententisch rotieren kann. Während der Simulation werden Röntgenaufnahmen vom Patient unter identischer Lagerung wie bei der späteren Bestrahlung angefertigt. In den aufgenommenen Bildern werden am Computer die MLC-Leaves entsprechend der geplanten Felder virtuell dargestellt. Diese Aufnahmen können mit den im Planungssystem berechneten Projektionen (engl. digitally reconstructed radiographs, DRRs) der Felder verglichen werden. Auf diese Weise kann das geplante Isozentrum im Patienten lokalisiert und als Vorbereitung für die Bestrahlung gekennzeichnet werden. Durch die separate Simulation kann die Zeit am Linearbeschleuniger, die für die Einstellung benötigt wird, reduziert werden. Allerdings muss für die Simulation ein großer Raum zur Verfügung gestellt werden. Bei modernen Linearbeschleunigern ist eine Simulation in der Regel nicht mehr notwendig, da die Lagerung des Patienten direkt am Beschleuniger durch ein Cone-Beam-CT oder mithilfe planarer MV-Aufnahmen kontrolliert wird.

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