Homogenitätsindex

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Der Homogenitätsindex (HI) ist eine einfache, dimensionslose Kennzahl zur quantitativen Bewertung der Dosis-Homogenität im Planzielvolumen (PTV) in der Strahlentherapie. Er quantifiziert das Ausmaß der Abweichung der Dosisverteilung von der vorgeschriebenen Dosis und ermöglicht den objektiven Vergleich unterschiedlicher Bestrahlungspläne, Geräte oder Techniken (z. B. 3D-CRT vs. IMRT/VMAT). Häufige Definitionen umfassen HI = (D_max – D_min) / D_mittel oder HI = (D_2% – D_98%) / D_mittel, wobei Werte nahe 0 (oder HI ≈ 1 in inverser Form) eine ideale Homogenität anzeigen; ICRU-83 empfiehlt ergänzende Metriken wie D5/D95 < 1,1 für fluenzmodulierte Photonenbestrahlung. 

In der Bestrahlungsplanung dient der HI als schnelles Scoring-Tool zur Planoptimierung und Qualitätssicherung, um Hotspots (D_max/D_2%) und Unterdosierungen (D_min/D_98%) zu minimieren und die therapeutische Ratio zu verbessern. Er unterstützt die Auswahl besserer Pläne, die Entwicklung zukünftiger Technologien und Protokolle sowie die Vergleichbarkeit multizentrischer Daten, ist jedoch empfindlich gegenüber PTV-Größe und Ausreißern – ergänzende Indizes (z. B. CI, γ-Index) werden empfohlen. Akzeptierte HI-Grenzwerte liegen typischerweise bei < 0,1–0,15 für moderne Techniken. 

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