Linearquadratisches Modell

Mit dem Rechner zum Linearquadratischen Modell kannst du ein konventionelles Dosiskonzept mit einer Einzeldosis von 2 Gy auf abweichende Fraktionierungen umrechnen, um biologische Wirksamkeiten vergleichbar zu machen. Die Umrechnung einer Dosis D_{konv} in die biologisch gleichwertige Dosis D erfolgt gemäß der Formel

D = D_{konv} \cdot \frac{d_0 + \alpha/\beta}{d_1 + \alpha/\beta}  

mit den experimentell bestimmbaren Gewebefaktoren \alpha und \beta .  Der Quotient \alpha/\beta ist umso größer, je weniger das jeweilige Gewebe dem Fraktionierungseffekt unterliegt bzw. je geringer die Reparaturkapazität ist. Spät reagierendes Gewebe kann sich bei fraktionierten Bestrahlung folglich besser im Bestrahlungsintervall erholen (z.B. Schonung des Rückenmarks).

  • Spät reagierendes Gewebe: \alpha/\beta < 5
  • Früh reagierendes Gewebe: \alpha/\beta > 7
Gewebe Alpha/Beta in Gy
Niere
0,5 - 5,0
Rückenmark
1,6 - 5,0
Leber
1,4 - 3,5
Haut
2,5 - 4,5
Schilddrüse
2,5 - 4,5
Lunge
2,5 - 6,3
Dünndarm
6,0 - 13,0
Knochenmark
9,0 - 10,0
Dickdarm
6,0 - 13,0
Haut
9,0 - 19,0
Adeno-Ca
10,0 - 20,0
Plattenepithel-Ca
25,0

Onlinerechner für das linear quadratische Modell

Das Linearquadratische Modell kann für physikalische Einzeldosen von 1 – 6 Gray verwendet werden. Für höhere Dosiswerte (z.B. aus der Stereotaxie) weichen die experimentellen Daten von der linear-quadratischen Kurve ab und gehen wieder zu einem linearen Verlauf über.

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