Medizinphysiker, die außerhalb von Deutschland tätig werden möchten, können die Fachanerkennung in Medizinischer Physik der DGMP (Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik) erwerben. Diese ist in im Gegensatz zur normalen Fachkunde in allen europäischen Ländern, die eine Ausbildung zum Medizinphysiker gemäß EFOMP-Regelwerk (European Federation of Organisation Medical Physics) unterstützen, anerkannt. Die Voraussetzungen sind in der Weiterbildungsordnung der DGMP festgelegt. Durch den erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung wird der Titel „Medizinphysiker/in (DGMP)“ erworben. 

Zunächst muss ein Antrag zur Anmeldung des Weiterbildungsbeginns gestellt werden. Eine Anleitung inklusiver aller Anträge ist hier auf der Webseite der DGMP zu finden. Dem Antrag beigefügt ist eine Übersicht der Kategorien und Leistungspunkte für die Weiterbildung. In der Medizinischen Physik kann die Weiterbildung in den Spezialbereichen Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Röntgendiagnostik, Strahlenschutz in der Medizin uvm. erlangt werden. Über den gesamten Zeitraum wird der Auszubildende von einem ihm zugewiesenen Mentor betreut. Für den Erwerb der Fachanerkennung auf dem Gebiet der medizinischen Physik üblicherweise eine Sachkundezeit von 3 Jahren und mindestens 840 LP werden. Der Umfang kann je nach Eingangsqualifikation variieren. Leistungspunkte können z. B. durch Publikationen, Tagungsbesuche, Teilnahme an Arbeitskreistreffen, Selbststudium, Betreuung von Bachelor- oder Masterarbeiten gutgeschrieben werden. Eine vollständige Liste der Spezialgebiete und über die Möglichkeiten LPs zu erwerben ist ebenfalls auf der Seite zur Fachanerkennung der DGMP zu finden.